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Filialkirche St. Georg, Schwangau

 

Als die Edlen von Schwangau Ende des 13. Jahrhunderts in ihre erste Burg in Hohenschwangau zogen, wurde ihr Stammsitz im Dorf in eine Kirche umgewidmet und dem Ritterheiligen St. Georg geweiht. Die starken Umfassungsmauern aus spätromanischer Zeit zeigen noch die frühere Nutzung.

1520, im selben Jahr wie die Konsekration der Pfarrkirche in Waltenhofen fand hier eine Kirchenweihe und Weihe des Hochaltars statt. Der gotische Flügelaltar, große Teile der Kirche, der Turm und das Benefiziatenhaus brannten am 14.8. 1754 ab, nachdem ein Blitz in das Nachbaranwesen eingeschlagen hatte. Beim Wiederaufbau erhielt der Turm jedoch aus Geldmangel ein verkürztes Satteldach, auch der Altar der 1757 neu geweihten Kirche sei bescheiden gewesen. Vorzüglich jedoch sind die Deckenstukkaturen, die Joseph Fischer aus Faulenbach zugeschrieben werden (1913 im Chor ergänzt).

Benefiziat Albrecht veranlaßte 1845 eine große Umgestaltung und Erweiterung der Kirche durch einheimische Handwerker und die Errichtung neuer Altäre. Im Zuge dieser Erneuerung entstand auch der Kreuzweg des Tiroler Malers Josef Anton Köpfle, und um 1866 das Hochaltarbild des Kirchenpatrons von Caspar Wiederhut. Wesentlich älter sind die Gemälde der Seitenaltäre. Sie stammen aus St. Coloman. Der Hl. Coloman vor Christus und Maria mit der ältesten Darstellung der drei Schwangauer Kirchen wurde 1669 anläßlich einer Viehseuche gestiftet, den Tod der Hl. Maria Magdalena stiftete Pfarrer Lieb, der Erbauer von St. Coloman, 1682. Aus der Pfarrkirche übernommen wurde die Patrona Bavariae des Füssener Barockbildhauers Adam Bayrhoff (1650-1722) im Langhaus und ebenso das Gnadenbild beim Eingang zur Sakristei, eine Kopie der Maria vom Guten Rat in Genazzano, die Frater Coloman Gebler, Klausner bei St. Coloman, 1763 in Rom anfertigen ließ.

Bemerkenswert sind das frühbarocke Kreuz über dem Volksaltar, und der Drachenkampf des Hl. Georg an der rechten Langhauswand (um 1700). 1996 wurde von der Firma Georg Schmid aus Kaufbeuren die neue Orgel eingebaut.

1997 erhielt Schwangau mit der ursprünglichen gotischen Turmspitze sein Wahrzeichen wieder, den schlanken jetzt 38 m hohen Turm.

 

 

(Bild: © Gemeinde Schwangau/Ostallgäu)

   

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